Geld macht sexy!
Geld allein macht nicht glücklich? Mag sein. Aber ein prall gefülltes Bankkonto sorgt dafür, dass man sich seinen Frust mit Champagner runterspülen kann, während der Pöbel in der Discount-Schlange auf sein Sonderangebot wartet. Fakt ist: Reichtum hat seit jeher eine erotische Anziehungskraft. Wer behauptet, das wäre nicht so, hat entweder keine Kohle oder lügt sich schön in die eigene Mittelmäßigkeit.

Die Evolution ist kein Sozialamt. Unsere Instinkte sind nicht für die Chancengleichheit von Karl Marx programmiert, sondern fürs Überleben und Reproduktion. In der Steinzeit war der attraktivste Mann nicht der mit den tiefgründigsten Gesprächen, sondern der, der das fetteste Mammut zurück ins Lager schleppte. Heute sind Mammuts out, aber Rolex, Penthouse und Sportwagen haben diese Funktion übernommen. Wer den größten Haufen Ressourcen anhäuft, gewinnt.
Die Vorstellung, dass wahre Liebe keine materiellen Interessen kennt, ist eine nette Geschichte, die sich Leute ohne Auswahlmöglichkeiten erzählen. In der Praxis zeigt sich immer wieder: Wer Geld hat, hat Möglichkeiten. Wer keine Kohle hat, muss nehmen, was übrig bleibt. „Liebe“ ist oft nichts anderes als eine Mischung aus Kompromiss und Notlösung. Wer dagegen erfolgreich ist, bleibt wählerisch. Während die breite Masse an die große Romanze glaubt, sind die Spitzenverdiener dieser Welt mit Models, Schauspielerinnen oder – besonders pragmatisch – mit der jungen Sekretärin verheiratet.
Armut stinkt. Nicht nur buchstäblich, sondern auch metaphorisch. Kein Mensch bewundert den Typen, der sich sein Mittagessen mit Münzen aus der Sofaritze zusammensucht. Armut strahlt Unfähigkeit aus. Wer nichts hat, hat entweder Pech oder einfach nicht den Biss, sich nach oben zu kämpfen. In einer Welt, in der Selbstoptimierung zum Mantra geworden ist, gibt es wenig erotische Anziehungskraft für Leute, die noch nie mehr auf die Beine gestellt haben als eine Entschuldigung.
Aber was ist mit den Idealisten? Ja, es gibt sie: die Idealisten, die behaupten, sie würden sich nur für den Charakter interessieren. Man erkennt sie an ihren durchgesessenen Sofas und dem ständigen Gejammer über das ungerechte System. Während sie sich gegenseitig auf Twitter versichern, dass wahre Schönheit von innen kommt, schnappen sich die Erfolgreichen die schönsten Partner.

Reichtum hat eine unwiderstehliche Anziehungskraft. Es steht für Erfolg, Kontrolle und Möglichkeiten. Wer finanziell abgesichert ist, kann es sich leisten, wählerisch zu sein, und genau das macht attraktiv. Während die Mittelmäßigen sich immer wieder einreden, dass Geld nicht alles ist, genießen die Reichen das Leben – und zwar mit den bestaussehendsten und begehrenswertesten Partnern an ihrer Seite.
Geld allein mag nicht glücklich machen. Aber Armut macht garantiert unattraktiv.



Kommentar verfassen